Diabetes

Sport – Diabetes – Trainingsbooster und andere wehwehchen

Sport ist Mord?

Ein altes Sprichwort wo auch manches mal viel wahres dran sein kann. Insbesondere wenn man im Studio trainiert und die Übungen an den Geräten oder im Freihantelbereich nicht korrekt und somit unsauber durchführt, kann es schnell zu leichten bis mittelschweren „Blessuren“ kommen. Muskelkater zählt allerdings nicht dazu.

Trainingsvorbereitung

Viele Studios haben entweder einen eigenen Shop wo diverse Supplements vertrieben werden oder sie sprechen Empfehlungen aus. Darunter auch die s.g. Booster oder auch Pre-Workoutbooster. Die Auswahl dieser Pre-Workoutbooster ist enorm, genauso wie deren Wirkung. Wo einige wirklich nur den „Pump“ boosten, gehen man wirklich in eine enorme Überreaktion des Körpers.

Diese Überreaktionen können sein:

  • Herzrasen
  • Übelkeit, mit Erbrechen
  • schlaflosigkeit
  • u.vm., abhängig der Inhaltsstoffe

Gerade für uns Diabetiker sind solche Hammer-Pre-Workoutbooster sehr ungeeignet und tun auch im Geldbeutel recht weh. Die meisten Shops in den Studios nehmen derzeit so ca. 2-2,50€. Aber man kann diese sich auch selbst machen und ist auf eine Portion gerechnet billiger, wie einen fertig zusammengemixten.

Nur wofür ein Booster?
Ein Booster gibt euch, in der richtigen Mixtur, den entsprechenden „Kick“, bringt euch wieder auf Touren und sorgt für den richtigen Pump und schutz.

Meine Empfehlung für die Grundrezeptur

Zu den einzelnen Bestandteilen gibt es später was

Man nehme:

  1. 200mg Coffeinum*, das Entspricht eine Tablette
  2. 8g Citrullin**
  3. 5g Creatin**
  4. 5g Beta-Alanin**
  5. 10g BCAA**
  6. auf Wunsch noch 30g Maltodextrin**

Am besten das ganze mit einer Feinwaage abwiegen, gut durchmixen und ca 15-30 Minuten vor dem Training, am besten mit nem Shake, zu sich nehmen. Da diese Zusammenstellung die Grundsubstanz ist, ist diese natürlich Geschmacksneutral und hier ist der Unterschied zwischen den fertigen Boostern.

Von Maltodextrin würde ich persönlich abraten, da es den Blutzucker stellenweise unkontrolliert in die Höhe schießen lassen kann.

 

Aua! Das ziept aber!

Die meisten „Sport-wehwehchen“ die man sich so zuziehen kann betreffen die Gelenke, weniger die Muskeln. Die Knie und die Schultern sind da auch mal solche Stellen, die sehr unangenehm werden können und mit ein wenig Unterstützung von Außen.

Kinesiotapes sind da eine sehr gute Möglichkeit. Ob und in wie weit das alles unterstützend sein kann…da rüber scheiden sich die Geister und Gelehrten (*wie auch sonst immer*).
Die meisten Diabetiker, die Kinesiotape sich besorgen, nutzen es aber nicht bzw weniger für den Sport, sondern eher dafür, um ihre Sensoren und/oder Katheter zu fixieren.

Ilka hat da vor ein paar Tagen was schönes zu geschrieben.

Die Tapes die man meistens bekommt sind breit*, doch für manche Körperstellen oder Tapetechniken sind schmale besser und auch unauffälliger.

So wie Tape ich denn nun zum Beispiel mein Knie?

Für’s Knie sind eigentlich nur 2 breite* bzw 4 schmale und man fängt am Oberschenkel an. Das Tape sollte dort von der Mitte des großen Oberschenkelmuskels, auch quadriceps fermoris („vierköpfiger Oberschenkelmuskel“ bzw „vierköpfiger Oberschenkelstrecker“) genannt, anfangend bis zur unteren Kniescheibe gehen. Wichtig ist hier, das das Tape an der Stelle, wo es die Kniescheibe erreicht, in der Mitte geteilt wird, so das man rechts und links neben der Kniescheibe kleben kann.

Der zweite Streifen legt ihr euch dann ca 2 Fingerbreit unterhalber von Tape 1, wo sich die beiden kleinen „Laschen“ kreuzen und das selbe Spielchen geht dann nach oben.

Wichtig hierbei sind folgende Dinge:

  • Es sollte eine Vorspannung im Bein Herrschen. Dies bedeutet, dass das Knie angewinkelt ist. Idealerweise im 90° Winkel. Alternativ mit einer Knierolle.
  • Die Enden der Streifen müssen abgerundet sein um das bestmögliche Klebeverhalten zu gewährleisten.

Bei 4 schmalen Streifen ist das ganze leider komplizierter und würde den Rahmen dieses Beitrages hier sprengen.
Grundsätzlich sollten die breiten Streifen für das Knie verwendet werden.

Die kleinen Tapes mit 2,5cm breite kann man wunderbar für den Nackenmuskel, Schluterblatt (Trapezius) und/oder die Schulter (deltoideus) verwendet werden. Hier kann man sehr gut vom Nacken anfangend bis zum Schultergelenk tapen.

Kühlung tut gut!

Sollte das Tape nichts mehr bringen und nach dem Sport eine unnatürlich hohe Wärme vorhanden sein sollte oder auch zur Schmerzlinderung, kann man Kältespray* oder auch Kühlgel* verwenden. Beim Kältespray* sollte man aber drauf beachten, das hier Kälteverbrennungen entstehen können. Daher bitte immer nur kurz und punktuell oder großflächig arbeiten und auf den richtigen Abstand achten.

Wer Kältespray* nicht verträgt (*kann ja auch weh tun und fühlt sich an wie kleine Nadelstiche*), kann sich auch Kühlgel* auf die entsprechende Stelle schmieren. Gut einziehen lassen oder halt eine kleine Wickel bzw Mullbinde verwenden, damit ihr euch eure Klamotten nicht vollsaut wäre nicht verkehrt. Haltet bei beiden Varianten der Kühlung euer eigenes Wärmeempfinden im Auge da es sich bei beiden Varianten um kurzfristige Methoden handelt. Mittelfristig sind Kühlpacks die bessere Wahl. Langfristig sollte eher drauf geachtet werden, wodurch die extreme Wärmeentwicklung in den Gelenken kommt.


Puh das war jetzt bestimmt recht viel für euch und das ganze ist aus meiner eigenen Anwendung berichtet. Ihr könnt es mich ja gerne wissen lassen, wie ihr mit dem Kinesiotape umgeht, außer eure Sensoren damit zu fixieren.

*die verlinkten Produkte stehen in keinem zusammenhang mit mir oder meinem Blog. Sie stellen zum Artikelthema nur eine Erwerbsempfehlung dar.

**Coffein = Hauptbestandteil und ähnelt dem „Guten Morgen Kaffee“; Citrullin = beschleunigt die Regeneration und ist ein Zwischenprodukt des Harnsäurezyklus; Creatin & Beta-Alanin = der Nährstoff für Kraft und Ausdauer. Beta-Alanin verhindert die vorzeitige Übersäuerung der Muskeln, Creatin ist für die Schnellkraftentwicklung zuständig; BCAA = sind verzweigkettige Aminosäuren und bieten den besten Baustein für den Muskel. BCAAs müssen im Magen nicht erst verdaut werden und können somit schneller und effektiver vom Körper verarbeitet werden.

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