Diabetes

Pen(n)st du noch oder pumpst du schon?

Tschüss Pen, hallo Pumpe!

Am vergangenem Wochenende fand in Düsseldorf im Hotel Nikko ein Pumpenworkshop der Firma Medtronic in Zusammenarbeit mit der Firma Ascensia Diabetes Care, für viele noch unter dem Namen Bayer Health Care bekannt, unter dem Motto „Pen(n)st du noch oder pumpst du schon?“ statt.

Um kurz von 10 Uhr, leicht verspätet, an einem relativ schönen Samstag im so genannten Japanviertel startete dann Event. Eingeleitet wurde dies von Dr. M. Struck, seines Zeichen Marketingleiter Diabetes bei Medtronic, und U. Ploder von Ascensia Diabetes Care mit den jeweiligen Vorstellungen ihrer selbst und der Firma.

Mögen die Spiele beginnen

Das Wort ergriff nun die bezaubernde Shirin Valentine und zeigte nach kurzer Vorstellung, was uns heute so erwartet. Das Programm sah zwar nach wenig aus, beinhaltete aber eine ne Menge an Input. Um nicht all zu viel Zeit zu verlieren wurde das Wort an Heiko übergeben, seines Zeichens Diabetesberater in Hessen. Er zeigte uns, was die so schönen Unterschiede zwischen der Pentherapie (CT / ICT) und Pumpentherapie sind.
Grundlegend gilt bei der Diabeteseinstellung dadrum, den Patienten in eine normnahe Einstellung des Blutzuckers zu bringen.

Was ist eine „normnahe Einstellung“?

Normnah bedeutet, das die Blutzuckereinstellung so gut ist, das diese vergleichbar mit Menschen ohne Diabetes ist. Das heißt, die Werte bewegen sich über 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 365 Tage im jahr zwischen 70-150 mg/dl (4,0-8,4 mmol/L), bis maximal 160 mg/dl (8,9 mmol/L), bewegen.

Der Amerikanische Diabetologe Josl sagte bereits im Jahr 1935 folgenden Satz:

Moderne Insulintherapie bedeutet: bedarfsgerechte Insulininjektion in möglicher Annäherung an die physiologische Insulinausschüttung.

Pen oder Pumpe? Wo sind die Grenzen in der Pentherapie?

Die Pentherapie weißt schon erhebliche Grenzen in der heutzutage möglichen Therapie und ist nicht, wie man es gerne hätte, normnah von einem nicht-Diabetiker.
Jeder Tag ist nunmal nicht gleich und so muss auch der Pen’er je nach Verwendung des Basalinsulines wissen, was am nächsten Tag so passieren könnte. Und da sind wir auch schon bei einer der Hauptgrenzen angekommen.
Vergess ich das Basalinsulin zu spritzen aufgrund vom ausschalfen am Wochenende, geratet  man in den Insulinmangel und somit erhöht sich auch zwangsläufig der Blutzuckerspiegel.

In der Pumpentherapie bekommt man für 24 Stunden kleinste Dosen kurzwirksames Insulin über das Infusionsset zugeführt. Lücken würden da dann nur entstehen, wenn der Katheter zu lange liegt und somit vom Körper umgangssprachlich zugesetzt wurde und weder die eingestellte Basalrate, noch das Bolus- und Korrekturinsulin abgegeben werden kann.

Von der Theorie in die Praxis

Nach der ganzen Theorie die uns der liebe Heiko wortwörtlich um die Ohren gehauen hat, ging es auch in die Praxis über und in den eigentlichen Part dieser Veranstaltung. In kleinen Gruppen durfte man sich die Medtronic 640G genauer angucken. Wie das Reservoir befüllt wird und welcher Anschluss genau sich bei dem Medtronic-Infusionsset es sich handelt.
Welche Katheter gibt es und wie diese gelegt werden, anhand einer Stoffübungshaut.
Nachdem auch die letzten Fragen bezüglich der Katheter geklärt wurden, durfte man nun die 640G für den Rest der Veranstaltung Probetragen und in der kürze der Würze auf Herz und Nieren, insbesondere den Bolusrechner, testen.
Danach ging es auch zum Mittagessen.

Mit gestärktem Bauch zum Startalk

Nach einem üppigem Mahl ging es dann in den „Startalk“ mit unserer Moderatorin Shirin Valentine und über ihr Leben und die Arbeit. Dank Pumpe und CGMS hat sie das „Monster“ im Griff und ist auch froh, das wir heutzutage so eine Technik zur Verfügung gestellt bekommen, auch wenn es derzeit mit den Sensoren schwer ist. Wer Shirin ist und was sie so macht bzw so mal gemacht hat, kann dies >>> hier <<< nachlesen.

Da Shirin ja die Moderatorin bei diesem Event war, blieb sie natürlich auch weiter vorne und bat als nächsten „Stargast“ den 12-jährigen Ben nach vorne. Kleiner sportlicher Racker der an diesem Tag mit seiner Managerin und Mutter Michaela und seinem Vater erschien.
Was macht Ben? Ben spielt nicht nur Handball, sondern auch Wasserball. Zwei der härtesten Sportarten die es gibt. In seinem Kurzvideo zur Ich-bin-Ich-Kampagne zeigt er, was Freiheit und Spontanität für ihn bedeutet.

Zu guter letzt kam noch Triathletin Melanie hinzu und erzählte von ihrer letzte „längeren“ Radtour mit Höhen und Tiefen. Irgendwie hatte ich beim aufzeigen ihrer CGM Kurve das Gefühl, das sich diese der Anstrengung anpassen würde.
Aber als geübte Sportlerin und mithilfe der 640G und Smart Guard ist dies auch zu schaffen gewesen.
Aber wartet mal….Triathlon? Was war das nochmal? Ganz einfach: Schwimmen – Radfahren – Laufen. Aber nicht einfach nur ein paar Kreise schwimmen, radeln und laufen. Nein…hier werden bis zu 3,8 Kilometer (76 Bahnen im Schwimmbad) geschwommen, 180km (das ist ungefähr die Strecke Duisburg – Koblenz) mit dem Rad zurückgelegt und wenn das noch nicht genug war, wird am Ende noch 42,2 Kilometer, also einen kompletten Marathon, gelaufen. Eine Tortour nicht nur für nicht-Diabetiker.

Zu guter letzt gibt es hier noch eine kleine Slideshow vom Wochende:

Natürlich gibt es noch 2 weitere Termine:

  • 07.05. in Berlin
  • 02.07. in München

Anmelden kann man sich unter medtronic.de/events

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