ATTD Diabetes

One Night in Paris, or two. #ATTD2017

Nein der von mir gewählte Titel hat nichts mit den einer gewissen prominenten Hotelerbin zu tun, sondern eher damit, was letzte Woche so in Paris, der Stadt der Liebe, so passierte.

Nämlich der Advanced Technologies & Treatments for Diabetes, kurz ATTD. Auf diesem Kongress wird mehr gezeigt, was bei den einzelnen Firmen in den Pipelines steht oder kurz vor der Veröffentlichung um uns unser Leben mit dem süßen Monster oder der süßen Zuckerzicke zu erleichtern.

So reiste ich also am Dienstag, ausgerechnet am Valentinstag, nach Paris. Im Vorfeld gab es in einer Facebookgruppe schon fragen, wer wann ankommt und ob man sich nicht zusammen vom Flughafen in Richtung Hotel machen könnte. Erspart einem teilweise die Langeweile und man kann sich auch schonmal was kennenlernen, wenn es nicht gerade bereits bekannte Gesichter sind.

Warten am Flughafen Charles de Gaulle

So wartete ich dann am Flughafen, wobei ich sagen muss, das der Flughafen echt ne halbe Katastrophe ist und dringend hier und da mal Verbesserungen gemacht werden müssen, auf Linda aus Norwegen und es kam wie es kamen musste: Ihr Flug hatte sage und schreibe 90 Minuten Verspätung. Der Grund war schon comedyreif: Schaden am Bugfahrwerk aufgrund unsanften „Anschieben’s“.
Egal, ich hatte ja WLAN und konnte mich in der Zeit noch ein wenig mit Sarah per WhatsApp kurzschließen, wie sie es gemacht hatte, vom Flughafen zum Hotel zu fahren.

Als wir uns dann endlich auf den Weg machen konnten zum Hotel, fuhr uns auch noch der „Le Bus direct“ vor der Nase weg. Hier auch mein Tipp: Vom Flughafen auch gibt es zwei Möglichkeiten in die City zu kommen, die auch recht preiswert sind. Der Direktbus kostet ca. 17€ bzw. 18€ und fährt, wie der Name es schon sagt direkt vom Flughafen bis zum Eifelturm. Alternativ kann man mit dem RER B und dann weiter mit der gewünschten Metro. Hier ist ein Fahrplan oder eine Entsprechende App von Vorteil. Die Fahrt kostet so um die 10€.

Zum Zimmer kann man nur sagen: Sehr schick, aber auch mit der ein oder anderen kleinen „Macke“ und auch die Frühstücksverpflegung konnte sich sehen lassen.
Den Abend verbrachte man entweder relaxend im Hotel oder in einem der umliegenden Restaurants, die für mich aber eindeutig zu teuer waren. So musste der Supermarkt für das leibliche Wohl herhalten 😉

#RocheDiabetesMeetUp

Alle ausgeruht und durch das Frühstück gestärkt trafen wir uns dann alle um 12 Uhr in der Hotellobby um gemeinsam mit den bereitgestellten Shuttlebussen zur Eventlocation gebracht zu werden. Das „Cyclone le Studio“ ist in meinen Augen ein architektonischer Augenschmaus. Getreu dem Motto: Außen pfui – Innen HUI. Ein unterschied wie Tag und Nacht zwischen Außenfassade und Innenbereich.

Nun aber mal zum eigentlich Grund der Einladung nach Paris, dem DiabetesMeetUp:
Nach einer kleinen Stärkung im Untergeschoss ging es dann rauf … jeder der Teilnehmenden Blogger schnappte sich einen der dort stehenden Sitzhöckerchen, zückte seinen Laptop, Kamera oder nur was zu schreiben hervor und lauschte gespannt den anwesenden „Sprechern“, was es so neues zu erzählen gab.

Zu meinen verwundern gab es eigentlich nicht viel neues zu hören. Roche arbeitet weiter fleißig an dem eigenen CGMS und das das System nun auch noch besser funktionieren soll. Eine neue, tolle, Funktion wird sein: „Smartalarm“. Also Alarme sind schon schön und gut und auch ich bin ab und an regelrecht genervt von den Alarmen, insbesondere wenn man was gegessen, dafür auch den Bolus abgegeben hat und die Pumpe meint rumzumeckern, das der Wert steigt. Hier soll der Smartalarm greifen und gibt für den Zeitraum von 60 Minuten keinen („nervenden“) Alarm ab, ab dem Zeitpunkt der Bolusabgabe. Man will dem Insulin und dem Körper ja auch etwas Zeit geben, zum wirken. Josefin aus Schweden stellte uns dann auch nochmal den, für uns bereits bekannten, Eversense Sensor. Das ist der Sensor, der für 90 Tage implantiert wird. Eigentlich eine ganz geile Idee, wenn da die Geschichte mit dem Pflaster und dem aktuellen Transmitter wäre. Akkulaufzeit von 2 Tagen, nicht Wasserdicht und das Pflaster muss bzw sollte nach jedem duschen und Transmitter aufladen auch gewechselt werden. Macht also min 45 mal Pflaster auf und neues drauf. Und das bei einer sehr kleinen zu verwendenden Fläche.

Nach einer kurz Pause machten wir uns dann auf in so eine Art „Workshop“. Wir sollten ein Gadget mit Knete modellieren, welches man hinterher mittels 3D Drucker auch in die Realität bringen könnte. Knete? OMG ich fühlte mich wie ein kleines Kind. Aufgrund der kurzen Zeit, war die richtige Ideenfindung nicht gerade gut für unser kleines Grüppchen.

Hier aber ein paar tolle Ideen:

Der „Schneemann“ mit dem Hammer gefällt mir persönlich am besten und könnte seinen Einsatz in so manchen Facebookgruppen Anwendung finden.

Kurzer Blick auf die Uhr – Wir müssen los

Schneller wie gedacht, schlug die Uhr auch schon 17 Uhr und vor dem Eingang wartete der Bus auf uns, der uns zum Louvre bringen sollte, kleines Sightseeing inklusive.

Am Louvre angekommen hieß es dann mit den auf der Fahrt gebildeten Teams ins innere und die Schnitzeljagd zu starten. Für mich und viele andere war der Besuch des Louvre das erste mal und ich war überwältigt (auch davon, womit die Touris so erschlagen werden und denen auch das Geld aus der Tasche gezogen wird). Wer als mal in Paris ist, der sollte sich sehr sehr viel Zeit nehmen und wenn möglich einen „Louvreguide“, wenn man alles sehen möchte.

Für die ganze Schnitzeljagd waren dann so um die 90 Minuten veranschlagt und wer die meisten richtigen Antworten hatte, gewann was schickes: Eine hochwertige Handytasche. *wuhu*

Den Abend ausklingen lassen…

Nach der Schnitzeljagd ging es dann mit alle Mann (und Frau 😉 ) zu Fuß ins nahegelegene Balm Restaurant. Klickt mal drauf und schaut euch das Lokal mal an.
Champagner als Empfangsgetränk, Wein soviel man vertragen konnte und ein lecker Menü noch dazu.

Hier gibts das leckere Essen nochmal zum angucken und „genießen“ 😉

Gegen 23h ging es dann mit dem Bus wieder zurück zum Hotel und einige gingen dann noch in die Hotelbar, andere legten sich ins Bett, denn am nächsten Tag hieß es: Auf zum Kongress und mich auch noch Kofferpacken.

Auf zum ATTD

Donnerstagmorgen … alle sind noch nicht ganz wach oder waren schon beim Frühsport. Kurz nach dem Frühstück ging auch schon die Planung los, wer mit wem und wann zur Kongresshalle fährt. Ich entschied mich dann, mit Sascha und Finn den RER zum Kongresszentrum zu nehmen. Der Vorteil für mich war auch einfach, das der Directbus zum Flughafen auch von dort aus abfuhr. Somit war auch mein Kofferproblem erledigt.

Mir blieben im Endeffekt leider nur gute 3 Stunden um mir das ein oder andere anzusehen und anzuhören. Den ATTD 2016 in Mailand hab ich leider verplant durch die falsche Buchung des Rückfluges.
Der Unterschied von der Größe zwischen dem EASD und dem ATTD hat mich förmlich aus den Latschen gehauen.

Von den Ausstellern her, war ich am Ende doch ein wenig enttäuscht. Entweder gab es keine neuen Informationen oder man durfte gar nicht mit uns sprechen. Denn als ich den Stand von NovoNordisk sah und dort ihr neues kurzwirksames Insulin „Fiasp“ zeigten. Leider war aus den netten Damen selbst die simpelsten Dinge wie „Wann wird es in Land XYZ erhältlich sein?“ oder „Wie sieht die Wirkkurve im Vergleich zu NovoRapid aus?“ mit den Worten „Wir dürfen keine Informationen an die Presse rausgeben! Nur an HCP’s (Health Care Professional’s).“ jeglicher Informationsfluss abrupt beendet. Enttäuscht zog ich dann von dannen. So schlenderte ich dann durch die Reihen und blieb dann auch mal bei der Firma Cellnovo stehen. Ne tolle Idee ist deren Patchpumpe mit CGM Anbindung und die komplette Steuerung läuft dann über euer Smartphone. 2015 hab ich das System in Stockholm beim EASD bereits gesehen und dort hieß es dann, das ein release in Deutschland für 2016 geplant sei. Leider hat sich diesbezüglich nicht viel getan.

Nächster kurzer Halt war dann bei #Medtronic. Auch da gab es nichts neues und die deutschsprachige Vertretung war leider bis auf eine Person nicht anwesend. Also auch nur hier kurz was gequatscht, ne kleine Fragekarte ausgefüllt und in die Box geworfen und dann weiter. Eversense stand auf dem Zettel und ich kam gerade rechtzeitig an, um mir das Implantieren des Sensors zeigen zu lassen. Der kleine Schnitt, der dabei gemacht wird, ist da bei der Präsentation das kleinere Übel. Das Platz machen für den Sensor würde ich persönlich definitiv merken, trotz Betäubung, die gemacht wird.
Das entfernen sah auch schon ein wenig „aua“ aus. Wieder ein Schnitt – wieder eine lokale Betäubung – wieder ein bisschen gefummel um den Sensor dann rauszubekommen. Da die Zeit auch knapp wurde, macht ich noch eine kleine Runde, griff noch n paar Flyer ab und verschwand dann in Richtung Bushaltestelle um zum Flughafen zu kommen.

Au revoir Paris

Hab ich schon mal erwähnt, wie sehr ich ihn liebe? Diesen STAU, der wegen nichts entsteht und sich irgendwann auch wie aus dem nichts auflöst. Und so ging es dann im Schneckentempo zum Terminal 1. Zurechtfinden am Flughafen ging diesmal recht fix.

Also eine Etage runter, Gepäck aufgeben und wie es bei mir typisch ist: ich stellte mich an den falschen Gepäckaufgabeschalter. Zu meiner leichten Überraschung gab es dann von der Dame am Schalter folgenden Satz nach der Aufgabe: „Nach dem Securitycheck können Sie rechts herum in die Businesslounge und dort auf ihren Abflug warten.“! Business? Seriousliy? WIE GEIL war das denn bitte? Natürlich ist dadrin auch nicht nur das priorityboarding, sondern auch die Nutzung der Fastlane enthalten.

Also runter in die Lounge und erstmal n Käffchen schlürfen und Bilder angucken.
Auf dem Weg zum Gate sah ich dann noch dieses hübsche Maschinchen

Weitere Artikel rund zum #DiabetesMeetUp und #ATTD2017

Ein kleines Youtubevideo von Sara aus Schweden könnt ihr euch hier ansehen:

Anm.: Leider ist das Video auf Schwedisch.

Zum Schluss bleibt mir nur noch zu sagen:
Danke #Roche für die tolle Planung und Organisation. Ich freu mich jetzt schon auf das nächste Event.

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